Die Sache geht ja heiter weiter. Interessanterweise scheinen die Herren (ich vermute jetzt dreist wie ich bin einfach mal einen oder mehrere Herren hinter deislam) ihre Taktik zu ändern. Anstatt wie bisher in der Diskussion selbstformulierte Antworten zu geben (und sich dabei dauernd zu wiederholen) versteigt man sich des Abends auf viele Zitate (Hervorhebungen von Rabenzahl):
Der Mensch, jeder Mensch für sich, muss auf Erden entscheiden, welche von den sich als “Boten”, als “Gesandte” Gottes Ausgebenden echt sind und welche nicht. Das kann er im Normalfall mit der ihm von seinem Schöpfer miteingeschaffenen Gaben und Fähigkeiten. Die 10 Gebote Gottes sind jedem Menschen “ins Herz geschrieben”. Der Mensch kann Gott (den wahren Gott), den Ursprung und das Endziel aller Dinge durch das natürliche Licht seiner Vernunft aus den geschaffenen Dingen mit Gewissheit erkennen. Denn “das Unsichtbare an Ihm erschaut der denkende Verstand seit Erschaffung der Welt aus seinen Werken” (Röm 1,20) *Zitat #1* Der heilige Augustinus: “Die Schöpfung antwortet dem, der sie befragt, nur wenn er auch zu richten und zu unterscheiden weiß… Dem einen ist sie stumm, dem andern steht sie Rede. Oder besser: sie spricht zu allen, aber die verstehen’s nur, die das Vernommene in ihrer Seele drinnen mit der Wahrheit zu vergleichen wissen.” (Conf. 10,6,10) *Zitat #2* Mit der Erkenntnis Gottes geht aber einher die Erkenntnis Seiner Offenbarung, Seiner “Boten”, Seiner “Inspirationen” (”Erleuchtungen”). [Es gibt aber eine zweifache Ordnung der Erkenntnis, verschieden nicht bloß im Quell, sondern auch im Gegenstand der Erkenntnis. Im Quell: denn in der einen Ordnung ist es die natürliche Vernunft, mit der wir erkennen, in der andern der göttliche Glaube. Im Gegenstand: weil uns der Glaube außer den Wahrheiten, zu deren Erkenntnis die natürliche Vernunft gelangen kann, noch Geheimnisse vorlegt, die, weil in Gott verborgen, ohne göttliche Offenbarung unmöglich erkannt werden können. Der göttlichen Offenbarung ist es zu danken, dass im gegenwärtigen Zustand des Menschengeschlechtes auch das, was von göttlichen Dingen der menschlichen Vernunft an sich nicht unzugänglich ist, von allen mit Leichtigkeit, mit unerschütterlicher Gewissheit und vollständig irrtumsfrei erkannt werden kann. Jedoch ist nicht das der Grund, weshalb die Offenbarung als unbedingt notwendig bezeichnet werden muss; der Grund liegt vielmehr darin, weil Gott in Seiner unendlichen Güte den Menschen zu einem übernatürlichen Ziel bestimmt hat, zur Teilnahme an göttlichen Gütern, die alle Einsicht des menschlichen Geistes völlig übersteigen. (Vatican. de fid. cath. 4)] *Zitat #3*
Zu Levitikus 20,18 und Matthäus 5,17-20:
Blaise Pascal: “Die Heilige Schrift enthält genug Klarheit, um die Auserwählten zu erleuchten, und genug Dunkelheit, um sie demütig zu machen. Sie enthält auch genug Dunkelheit, um die Verstockten zu verblenden, und genug Klarheit, um sie zu verdammen und unentschuldbar zu machen.” *Zitat #4*
Sehr interessant ist, dass man meine zuerst genannte Ausführung über die persönliche Erkenntnis der göttlichen Energie mit eigenen Worten wiederholt (sie wurde ja auch interessanterweise anerkannt), jedoch den Sinn völlig ignoriert. Daher meine Antwort (Hervorhebung auch im Original):
Ich ignoriere jetzt mal ganz bewusst die ca. 75% Zitate und beziehe mich auf folgenede, wohl aus eurer eigenen Feder stammenden Worte:
“Der Mensch, jeder Mensch für sich, muss auf Erden entscheiden, welche von den sich als “Boten”, als “Gesandte” Gottes Ausgebenden echt sind und welche nicht. Das kann er im Normalfall mit der ihm von seinem Schöpfer miteingeschaffenen Gaben und Fähigkeiten. Die 10 Gebote Gottes sind jedem Menschen “ins Herz geschrieben”. Der Mensch kann Gott (den wahren Gott), den Ursprung und das Endziel aller Dinge durch das natürliche Licht seiner Vernunft aus den geschaffenen Dingen mit Gewissheit erkennen.”
An dieser Stelle und zu diesen Argumenten verweise ich auf meinen vorherigen Kommentar #2, der zwar von euch als “perfekt” bezeichnet, ansonsten jedoch größtenteils ignoriert wurde. Wenn meine Worte doch scheinbar eure Meinung spiegeln (sonst wären sie kaum “perfekt”), und ihr sie ja in den von mir zitierten Sätzen wiederholt – wie kann es also sein, dass jeder, der nicht eurer Meinung ist, falsch ist?
Dass man sich mit dem Zitat Blaise Pascals selbst ad absurdum führt, fällt den Herren offenbar nicht einmal auf… Nun, da ist eh jede Mühe vergeblich, sollen sie sich doch in ihrem Wahn und ihrer Eiferei selbst verzehren; sie werden in der nächsten Inkarnation schon den Kopf zurecht gerückt bekommen. Bleibt nur zu hoffen, dass niemand diese Hasstiraden in diesem Blog zu Ernst nimmt oder gar jemand zu Schaden kommt….

Tja, das ballern mit Zitaten ist wohl eine der spannenden Gemeinsamkeiten von Fanatikern und Hasspriestern (ich nenn sie mal einfach so)…obwohl die meisten wohl über die Worthülsen hinaus die Texte oft gar nicht richtig verstehen, sondern sie einfach bedeutungsschwanger in ihre für unsereins verquere Realitästsicht integrieren…
Die über Umwege zitierte göttliche Einsicht und Güte übersteigt mit Sicherheit auch den Horizont der Zitierenden…
Ich find den/die Leuts hinter deislam recht unterhaltsam, respektive ihre Versuche Glauben als etwas wissenschaftlich empirisches hinzustellen, oder – wie neuerdings – Glauben selbst als unwiderlegbare Wissenschaft zu formulieren.