Bei den ganzen sich ständig wiederholenden Diskussionen und starrköpfigen interreligiösen „Dialogen“ wird immer wieder auf den Unterschieden der Religionen (bzw. Konfessionen) herumgeritten, ein Schlaglicht immer wieder darauf geworfen, was trennt, nie auf das was eint.
Nehmen wir doch einfach mal die Worte eines Wiccans (Rabenzahl), die sicherlich auch von einem Monotheisten so unterschrieben werden könnten:
Gehen wir davon aus, dass das Göttliche unendlich groß ist. Gehen wir weiter davon aus, dass der Mensch bzw. der menschliche Verstand begrenzt ist. Schlussfolgerung: Der Mensch kann mit seinem begrenzten Verstand das Göttliche nie in seiner Ganzheit erfassen oder gar verstehen.
Gehen wir davon aus, dass der jeder Mensch ein Individuum ist und jeder Mensch eine eigene, individuelle Sicht der Welt hat. Beispiel: Man stelle sich das Bild eines Baumes auf einer Weide vor. Jeder Mensch wird sicherlich ein anderes Bild des Baumes vor Augen sehen, jedoch ist keines dieser Bilder falsch – sie sind nur anders.
Wir haben erkannt und sind uns einig, dass kein Mensch das Göttliche ganz erkennen kann. Ebenso haben wir erkannt, dass jeder Mensch eine individuelle Sicht der Welt, damit auch des Göttlichen hat. Folgerung: Jeder Mensch, der versucht, das Göttliche zu erkennen und zu verstehen, sieht und versteht nur einen kleinen Teil des Ganzen. Und jeder Mensch sieht einen ANDEREN, kleinen Teil des Göttlichen Ganzen.
Das heißt, kein Mensch kann behaupten, das Göttliche in seiner Ganzheit erfasst und verstanden zu haben. Das heißt auch, dass kein Mensch behaupten kann, alleine Recht zu haben. Denn jeder Mensch sieht einen ebenso wahren wie unvollständigen Teil des Göttlichen Ganzen. Daher kann weiterhin auch kein Mensch behaupten, die anderen häten Unrecht mit ihrer Sicht des Göttlichen.
Da also jeder mit seiner eigene, unvollständigen, individuellen Sicht gleichermaßen im Recht wie im Unrecht ist – macht diese Tatsache nicht jeden Glaubenskrieg überflüssig?

DAS unterschreib ich dir sofort!
Definitiv semi korrekt.
Gerade Behauptungen sind des Menschen Himmelreich, aus dem sich mancher nicht vertreiben
lässt, einfach, da ers nicht will.
Gerade das göttliche in ihrer Ganzheit erfasst zu haben
ist da doch eine der einfachsten Übungen, und der
Schritt zur Überzeugtheit ist wohl nur wenig gering.
Es ist auch möglich, einer unvollständigen Sicht
der Dinge zu unterliegen, die es einem nur
glauben macht, Glaubenskriege seien überflüssig.
Möglicherweise sind Glaubenskriege ein notwendiger
Schritt, um höhere synaptische Schaltkreise zu
aktivieren, da die Intensität des Grauens,
und der scheinbaren Unnotwendigkeit, gerade
eine solche Stärke annehmen können, die es
ermöglicht, das alte Prägungen gelöscht werden.
Selbst in unserem multidimensionalsten, verständigsten, empathischsten Empfinden,
könnten wir noch immer unseren Roboterprägungen
unterliegen.
Überzeugungen schaffen Überzeugte,
was immer wir glauben, kerkert uns ein.
Hallo,
auch ich unterschreib Dir das sofort… Leider aber ist genau diese geistige Begrenztheit das Problem, was es oftmals unmöglich macht, den Menschen begreiflich zu machen, dass niemand vollkommen recht oder vollkommen unrecht hat.
- Zu Deinem Blog – ist klasse. Mach weiter so!!
[...] Die Natur des Göttlichen [...]
Das Volk Israel hat das göttliche im ganzen Erkannt…
Jesus hat das göttliche im gesamten Erkannt…
Die erleuchteten, welcher Art auch immer, claimen ständig damit, das göttliche in der Gesamtheit erkannt zu haben. (So wurde ich vor kurzem ausgelacht, als ich sagte, dass es keine spirituellen Regeln gibt)
— Auch wenn jeder normaldenkende Mensch deinen Post unterschreiben würde, so muss man leider auch einsehen, dass viele Menschen nicht normal denken. Siehe die Zeugen Jehovas oder Menschen, die glauben, dass man nur durch einen GURU spirituell weiterkommen kann.
Das Problem ist weitreichend: Gerade jene Menschen, die das nicht unterschreiben können sind’s, die solche Diskussionen ins Leben rufen. Und manchmal sind die Unterschiede einfach zu groß um sie mit Worten wie diesen hinwegfegen zu können.
So werde ich niemals mit evangelikalen Christen (wie eben auch den Zeugen Jehovas oder manch anderen Blogschreibenden hier) auf einen grünen Zweig kommen.
Vermutlich liegt’s aber auch daran, dass ich gerade ihr Bild anzweifle…